dem ursprünglichen Evangelium verbunden 

Google Maps E-mail
formats

Der Krieg in Syrien könnte in seine letzte und gefährlichste Phase eintreten

Washington, 10. August 2018 

Ereignis

Der Krieg in Syrien hat nun eine Stufe erreicht, die zum letzten und gefährlichsten Abschnitt führen könnte. Die syrische Regierung und ihre Verbündeten werden zum ersten Mal in Anwesenheit ausländischer Truppen und in dem Bemühen kämpfen müssen, den Rest des Landes unter Baschar al-Assads Kontrolle zu bringen. Die kürzlich von der Regierung beigebrachte Niederlage der Rebellen im Südwesten Syriens hat Assad zu einer unangreifbaren Kontrolle über den größten Teil des Landes verholfen. Seiner Machtposition steht nun keine offensichtliche militärische oder diplomatische Bedrohung gegenüber. Zumindest aber bleibt ein Drittel von Syrien außerhalb der Kontrolle des Assad-Regimes. Diese Gebiete sind von türkischen und amerikanischen Truppen besetzt. Die Türkei hat Soldaten im Nordwesten bereitgestellt sowie in Teilen der von den Rebellen kontrollierten Provinzen Aleppo und Idlib, die sich Assad als das nächste Ziel seiner Offensive bestimmt hat. Ungefähr 2000 Soldaten des Sondereinsatzkommandos der US-Armee beherrschen den Nordosten und unterstützen die kurdischen Verbündeten, die gegen den Islamischen Staat kämpfen.

Kommentar

Der Krieg in Syrien erreicht gegenwärtig seine letzten Stationen, doch politische Beobachter sagen, dass die jetzige Lage die gefährlichste aller Phasen sein könnte. Ein weiterer Konflikt könnte sich entzünden, der die ganze Region zum Entflammen bringt. Der Grund hierfür liegt in dem Vorhaben Assads, sich ein Gebiet erobern zu wollen, das von vielen verschiedenen ausländischen Streitkräften, einschließlich einer großen US-Streitmacht, besetzt gehalten wird. Es wird Russland sein, dass Syrien auf die vor ihm liegenden Fallen zutreibt. Russland ist die einzige auswärtige Macht, die mit allen am Syrienkonflikt beteiligten Ländern, einschließlich Israel und dem Iran, gute Beziehungen unterhält. Aber Russlands Fähigkeiten, den gegensätzlichen Interessen vorteilhaft zu begegnen, sei begrenzt und werde bei den künftigen Kämpfen auf die Probe gestellt werden, sagte Riad Kahwaji, der dem Unternehmen Inegma [Institut für militärische Analysen im Nahen Osten und am Golf] in Dubai vorsteht.

Bibelzitat

„Damaskus ist schlaff geworden. Es hat sich umgewandt, um zu fliehen, und Schrecken hat es ergriffen. Angst und Wehen haben es erfasst wie ein Gebärende. Wie ist sie verlassen, die Stadt des Ruhms, die Stadt meiner Freude! Darum werden an jenem Tag ihre jungen Männer auf ihren Plätzen fallen und alle Kriegsmänner umkommen, spricht der HERR der Heerscharen.“

(Jeremia 49,24-26)