dem ursprünglichen Evangelium verbunden 

Google Maps E-mail
formats

Russen lassen Hisbollah nach Daraa und brechen damit Versprechen gegenüber Israel

Debkafile & Taz, 28. Januar 2016

 

Ereignis:

Am Mittwoch, dem 27. Januar, gelangte eine große Truppe Hisbollah-Kämpfer in die südsyrische Stadt Daraa hinein – ein bedrohliches Ereignis für die israelische Sicherheit. Der Weg in die Stadt, die nahe der jordanischen Grenze und gegenüber den israelischen Golanhöhen liegt, wurde für die Hisbollah von niemand anderem als dem russischen Militär geöffnet. Dies stellt eine unverhohlene Verletzung der Verpflichtungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin gegenüber Premierminister Benjamin Netanjahu und dem jordanischen König Abdullah dar. Putin hatte ihnen zugesagt, dass er iranische oder vom Iran unterstützte Mächte wie die Hisbollah und irakische sowie afghanische Milizen, im Zuge der russischen Militärintervention in Syrien, daran hindern werde, sich der jordanischen und der israelischen Grenze zu nahen. Daraa jedoch ist nur 32 Kilometer von den südlichen Golanhöhen und 12 Kilometer von der jordanischen Grenze entfernt. Die Hisbollah befindet sich damit nun in unmittelbarer Nachbarschaft für einen Angriff auf Nordisrael und Jordanien. Die nächsten Stunden werden entscheiden, ob sich eine ähnliche Krisensituation wie an der israelisch-syrischen Grenze in den Golanhöhen entwickeln wird.

 

Kommentar:

Durch die von den Russen verursachte Veränderung der Machtverhältnisse in Syrien rückt die Gefahr immer näher an Israel heran. Das russische Militär hilft der Hisbollah dabei, Israel (geographisch gesehen) nahe zu kommen. Israel wird mit wachsender Sorge dabei zusehen, wie Putins Versprechen gebrochen werden.

Ebenfalls in den Nachrichten war diese Woche der französische Außenminister Laurent Fabius. Er sagte am Freitag, dass Frankreich auch bereit dazu sei, eine internationale Konferenz auszurichten, um die Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern wieder aufzunehmen und die Zwei-Staaten-Lösung zu realisieren. „Und wenn diese Bemühungen scheitern, […] dann wird Frankreich Verantwortung übernehmen müssen, indem es ohne Verzögerung den Staat Palästina anerkennt“, versicherte er.

Wir sehen also, dass bald auch Israel in den Aufruhr in Syrien verwickelt werden könnte und andere Länder dies als Grund sehen könnten, um auf einer Teilung des Landes zu bestehen. Die Ereignisse überschlagen sich…

 

Bibelzitat:

„Dann werde ich alle Nationen versammeln und sie ins Tal Joschafat hinabführen. Und ich werde dort mit ihnen ins Gericht gehen wegen meines Volkes und meines Erbteils Israel, das sie unter die Nationen zerstreut haben. Und mein Land haben sie geteilt und über mein Volk das Los geworfen“

– Joel 4,2.3