dem ursprünglichen Evangelium verbunden 

Google Maps E-mail
formats

Trump lässt Israel auf Frieden hoffen – aber ohne Plan

Ausgestellt am 22. Juni 2017 in Weekly World Watch

New York Times, 23. Mai 2017

 

Ereignis

Über jeden Zweifel hinaus hat Präsident Trump klargestellt: Er möchte einen Deal.

„Ich habe die Absicht, alles zu tun, was ich nur kann“, sagte er am Dienstag. Außerdem verließ er nach einem 28-Stunden-Besuch Israel und das besetzte Westjordanland mit der Überzeugung, dass er Friedenspartner in Mahmud Abbas, Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, und in Benjamin Netanjahu, Israels Premier, gefunden habe.

„Präsident Abbas versichert mir, dass er bereit ist, in gutem Glauben auf dieses Ziel zuzuarbeiten“, sagte Herr Trump in Bethlehem mit Herrn Abbas an seiner Seite. „Und Ministerpräsident Netanjahu hat dasselbe versprochen.“

Was Herr Trump nicht gemacht hat, war, auch nur den geringsten Hinweis dafür zu geben, was (wenn überhaupt) dahinterstand: Er übte nur wenig öffentlichen Druck auf beide politischen Führer aus. Es gab keine der üblichen Gespräche über Grenzen, Siedlungen, Aufhetzung zu Terror und Gewalt oder über die lange Geschichte zweier Völker im gleichen Land. Er sagte nichts über einen Umzug der amerikanischen Botschaft nach Jerusalem oder die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels. Auch fiel kein Wort über den nächsten Schritt.

 

Kommentar

Trump möchte sehr gern ein Friedensabkommen mit den Palästinensern und Israel abschließen. Er glaubt wie viele andere Präsidenten vor ihm, dass er der Mann sei, der das bewerkstelligen könne. Jedoch gibt es keinen Plan, wie er das zustande bringen soll. Eine Schlüsselaussage während seines Wahlkampfes war, dass er die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen würde. Es gab aber keine Ankündigung in dieser Sache während seines Besuchs in Israel. Doch sagten seine Berater, dass er noch immer daran denke.

Am 1. Juni muss er sich entscheiden, was er tut – ob er den Umzug in Gang setzt oder alles beim alten lässt. Wir warten ab, was er macht. Wenn er den Umzug storniert, bricht er sein Versprechen. Wenn er den Umzug veranlasst, könnte das der Funke für eine große Intifada sein.

 

Bibelzitat

„Und es wird geschehen an jenem Tag, da mache ich Jerusalem zu einem Stemmstein für alle Völker: alle, die ihn hochstemmen wollen, werden sich wund reißen. Und alle Nationen der Erde werden sich gegen es versammeln.“

(Sacharja 12,3)