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Wie sich das Abraham-Abkommen auf den Nahen Osten auswirken könnte

VOA, 15. August 2020

EREIGNIS

Am Donnerstagmorgen kündigte US-Präsident Donald Trump hinter dem Resolute Desk im Oval Office ein „historisches Friedensabkommen“ zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Israel an, um mit der „vollständigen Normalisierung der Beziehungen“ zu beginnen. Teil des Abkommens ist die Bereitschaft Israels, die Annektierung palästinensischer Gebiete im besetzten Westjordanland auszusetzen. Das Abkommen wird nach dem Vater der im Nahen Osten gegründeten monotheistischen Religionen des Judentums, des Islams und des Christentums „Abraham-Abkommen“ genannt. „Ich wollte, dass es das Donald J. Trump-Abkommen genannt wird“, sagte Trump zur Erheiterung der Anwesenden. „Aber ich dachte nicht, dass die Presse dies verstehen würde.“ In einer Erklärung des Weißen Hauses hieß es, dass der „historische Durchbruch“ auf das Verhandlungsgeschick und die Führungskompetenz Trumps zurückzuführen sei. Der nationale Sicherheitsberater Robert O’Brien sagte Reportern des Weißen Hauses, er wäre nicht überrascht, wenn der Präsident für den Nobelpreis nominiert würde.

KOMMENTAR

Präsident Trump hat dieses Friedensabkommen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten als „Abraham-Abkommen“ bezeichnet. In diesem Abkommen ist jedoch ausdrücklich festgelegt: „Israel wird die Erklärung der Souveränität über die in der Friedensvision des Präsidenten umrissenen Gebiete aussetzen und seine Bemühungen jetzt auf den Ausbau der Beziehungen zu anderen Ländern konzentrieren.“

Der Preis, den Israel für den Friedensschluss in Rechnung nimmt, ist also die Aussetzung der Souveränitätserklärung über das Westjordanland. Was hätte wohl Abraham davon gehalten? Wäre er an einem solchen Abkommen beteiligt gewesen? Die Antwort ist ein kategorisches NEIN. Als Abraham nur ein einziges Feld im Land umsonst angeboten wurde, wollte er es nicht akzeptieren, sondern bestand darauf, es zu kaufen. Wenn es um das Land ging, das Gott ihm verheißen hatte, wollte er niemand sonst verpflichtet sein. Darum bahnen sich Schwierigkeiten an …

BIBELZITAT

„Und Efron, der Hetiter, antwortete dem Abraham vor den Ohren der Söhne Het, vor allen, die ins Tor seiner Stadt gekommen waren, und sagte: Nein, mein Herr, höre mir zu! Das Feld schenke ich dir; und die Höhle, die darauf ist, dir schenke ich sie; vor den Augen der Kinder meines Volkes schenke ich sie dir. Begrabe deine Tote! Da verneigte sich Abraham vor dem Volk des Landes; und er redete zu Efron von Ohren des Volkes des Landes und sagte: Ach, wenn du doch auf mich hören wolltest! Ich gebe <dir> den Kaufpreis des Feldes. Nimm ihn von mir an […]“ (1. Mose 23,10-13)